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Der Weg der
verträumten Aufmerksamkeit !
Sie
werden hier keine typische Biographie mit aufgezählten Zahlen oder Daten finden
weil ich das einfach unpersönlich finde, stattdessen möchte ich Ihnen über die
Möglichkeit der Erzählung mein Wesen und meine Arbeit näher bringen.
In den frühen Sechzigern begann in
Österreich für mich der Kreis des Lebens - von früher
Kindheit an hatte ich viel Gelegenheit die Schönheit, aber auch die Gewaltigkeit
der Natur zu erleben. Fast jedes Wochenende waren wir in herrlichen Gebieten
unterwegs, sehr oft auch bei ausgedehnten Wanderungen in den Alpen. Das
Hochgebirge bietet Einblicke in Landschaftsformen die man nur so erleben kann,
es erfordert aber auch ausreichend Kondition und Erfahrung um diese Berglandschaft
beim wandern in Ruhe erleben zu können, richtig eingestimmt ist es bewegte
Meditation.
Schon sehr früh wurde es mir klar - bewußt, was für ein Wunder wir
erfahren dürfen - genannt Leben. Viele Kindheitsnaturerlebnisse weckten in mir
schon damals den Wunsch diese z.T. wundersamen Einblicke festzuhalten. Mein Vater war
zu dieser Zeit schon ein begeisterter Hobbynaturphotograph, seine Voigtländer
war fast immer dabei. Meiner Erinnerung nach entstand ca. zu diesem Zeitpunkt der
Wunsch irgendwann eine eigene Kamera zu besitzen um erlebte Eindrücke damit
festzuhalten, es sollte aber dann doch noch
einige Jahre dauern bis ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte und die
Photographie für mich ein unterstützendes Werkzeug, ja selbst eine wichtige Ausdrucksform wurde.
Meine Idee, ich wollte die erlebten Wunder der Natur zeichnen, so erlernte ich mir
sukzessiv das Zeichnen und Malen und wurde so immer mehr ein Autodidakt. Auf
diese Weise wurden meine verträumten Gedanken zu kreativen Bildern und als ca.
12jähriger hatte ich schon größere Zeichnungen und Malprojekte verwirklicht. Den
Blick für Details, besondere Momente und Lichtstimmungen, für Perspektive und
die Schwingung sowie Harmonie der Farben konnte ich in dieser Schaffensphase
verbessern und zu einer neuen Sicht der Dinge führen.
In meiner späteren Jugendzeit wurde für mich das Malen und Zeichnen immer
wichtiger, ich unternahm Studienreisen nach Florenz, Amsterdam, Paris und
Hamburg um bei diversen Künstlergemeinschaften und deren Ateliers durch
intensive Beobachtung meine eigene Technik zu verfeinern. In Florenz wurde ich
mit der Kunst der Reduzierung vertraut die in späterer Folge meine wesentliche
Absicht beim Zeichnen war und vor allem auch meine späteren plastischen Arbeiten prägte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die erste bewegende Berührung mit
der Bildhauerei, an den plastischen Werken Michelangelos in den Uffizien. Zurück in Österreich begann ich kurz darauf mich mit der
reliefartigen Lederschnitzkunst ausgiebig zu beschäftigten und verbesserte mit
unzähligen Lederarbeiten mein kreatives und räumliches Denkvermögen. Dem sehr
weichen Material Leder folgte der Stein.
Jetzt war
der Zeitpunkt gekommen mir eine gute Kamera anzuschaffen, um
über das zweidimensionale Medium Photographie das Dreidimensionale besser
verstehen zu lernen. Es mag vielleicht paradox klingen, aber ich
entwickelte eine Sichtweise und Umsetzung wo mir die Photographie sehr hilfreich
zur Seite stand um mein erwünschtes Ziel bei den plastischen Arbeiten zu
erreichen. Gesichter in Steinen, Bäumen, Wolken, Wasser u.s.w. - Strukturen die oft nur sehr
kurz und nur bei bestimmten Lichteinfall sichtbar sind mit einem Photo
einzufangen. Obwohl ich ein sehr gutes Gedächtnis an das Gesehene und Erlebte
besitze, ermöglichte mir das Photo eine längere Studie eines oft nur
sehr kurzen Augenblicks. Gerade mit der Arbeit am Stein ist es
oft sehr hilfreich entweder vor Ort zu sein oder auf eine Gedankenbrücke
zurückgreifen zu können, die ungezügelte Phantasie als ständiger Begleiter, ein
Verbündeter auf dem Weg zur Schwelle geklärter Sicht. Nur mehr über den kreativen Traum vermag man das Werk
noch besser zu gestalten, genau hier beginnt die andere Wirklichkeit.
 
Motivation,
...kreativ geträumtes Konstrukt !
Gedanken - Träume fassen und formen, den Blick für das Wesentliche
- das Magische lernen und
schärfen, das wahre Wesen der Dinge im Kern spüren und erkennen lernen, das
Erkannte in eine Form bringen, zu einem sicht- und oder fassbaren Objekt
wandeln, das ist ein immer wiederkehrender Wunsch, eine Vision
die mich und meine Arbeit erfüllt.
Licht hat die Art Schatten
und Kontraste zu zeigen und genau diese Eigenschaft ermöglicht es mir das
Gesehene auch mit meinen Augen ähnlich der Photographie - photonisch
[lichtelektrischer Effekt] zu erfassen und gedanklich zu speichern. Probieren
Sie es einmal aus und sehen Sie sich z.B. ein kontrastreiches Bild [Landschaft
etc.] an, danach schließen Sie rasch die Augen, Sie werden die hellen und
dunklen Passagen aufs Neue in sich erkennen. Sicherlich, alleine damit ist es
nicht getan, aber das ist ein Teil der notwendigen Basis auf dem Weg des
geträumten Konstrukts. Wie bei vielen anderen Dingen auch ist hier natürlich
Phantasie, Kreativität und viel Übung notwendig um diese photonische
Gedankenansammlung in die alltägliche Arbeit oder in Träumen zu integrieren um
eine andere Wirklichkeit zu erkennen, zu formen. Der Traum ist nicht nur ein
Spiegel unserer Seele sondern er bietet auch eine Möglichkeit Teile unseres
Innersten bewußt zu gestalten oder auch neue Ideen zu kreieren und in eine Form
zu bringen, das Konstrukt. |
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Photographie
Über viele Jahre begleitete mich die
Photographie als ergänzendes Werkzeug für meine verschiedensten Arbeiten und wurde dabei immer mehr zu einer
eigenständigen Kraft. In den letzten fünfzehn Jahren war und ist sie immer mehr das primäre
Arbeitfeld meiner Kreativität. Die Landschaftsphotographie im allgemeinen und
die Wasserphotographie im speziellen, dabei sind in diesem Zusammenhang die
abstrakten Kompositionen als auch die Detailansichten ein wichtiger Bestandteil
meiner Intention.
Den immer wiederkehrenden Zyklus des Wassers - vom Meer zu den Bergquellen,
Flüssen und Auen auf außergewöhnliche und wunderbare Weise darzustellen ist ein
immer wiederkehrendes Thema - ein Lebensprojekt. Es soll dem Betrachter freudig beglücken aber auch die
Verletzlichkeit dieser Welt näher bringen und das Bewußtsein nähren oder wecken,
daß wir hier Gäste - ein Teil des Ganzen und nicht die Götter im Kreislauf dieser
Wunder sind. Dies ist auch die Botschaft meiner ganzen Arbeit - die
Verherrlichung der Natur im künstlichen Werk.
Das große Geheimnis schwingt mit dem, der es auch zu behüten weiß...!
...

Weitere Infos zu meiner Arbeit
etc. finden Sie demnächst unter der Rubrik -
Extras
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